Schröpfen


Zwei Schröpfgläser mit roten Saugnäpfen, verwendet für die Schröpftherapie.

Eines der ältesten Dokumente für das Schröpfen stammt aus der Zeit um 3300 v. Chr. aus Mesopotamien. Das Siegel des Arztes URLAGARLEDINU zeigt 3 Schröpfköpfe. Auch im alten Ägypten zeigen Tempel-, Grabreliefs und Grabbeigaben, dass auch hier das Schröpfen sehr beliebt war.

Schröpfen ist das Anbringen von Hohlkörpern auf der Haut, in denen ein Vakuum erzeugt wird. Es bewirkt eine regional begrenzte, vermehrte Durchblutung von Hautpartien, eine sogenannte Hyperämisierung. Durch die verstärkte Durchblutung (d.h. bessere Versorgung mit sauerstoffreichem Blut) ist es dem Körper möglich, Schlackenstoffe vermehrt zu lösen und abzutransportieren (bessere Entsorgung von Abfallprodukten wie z.B. Säuren). Ebenso bewirkt die Sogwirkung, dass “verklebte“ Gewebeschichten sich lösen und dadurch eine bessere Elimination von Stoffwechselprodukten möglich wird. Dies speziell in der Haut (Kutis) und im Unterhautgewebe (Subkutis). Ebenfalls wirkt es über die kutiviszeralen Reflexe auf innere Organe (auf der Haut vorgenommene Reizungen führen reflexartig auch zu Reizung innerer Organe, die sich im gleichen Segment befinden).

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